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'Sei stille, Mensch, und lausche' - 2013

Stille kräftigt die Seele   

 Gesang und Lesungen: „Kleiner Chor Husum“ trat auf

Konzert NiebüllKonzert NiebüllEs wurde ein gelungener Abend: Zu Gast in der Christuskirche war der von der Musikpädagogin und Kirchenmusikerin Susanne Böhm geleitete „Kleine Chor Husum“, eine Formation aus je acht hervorragend geschulten Sängerinnen und Sängern aus verschiedenen Teilen des Kreises Nordfriesland, der Saxophonist Thomas Vester und der Rezitator Bernd Paulsen. Gemeinsam gestalteten sie, interpretatorisch auf sehr hohem Niveau, eine konzertante Meditation zum Thema „Sei stille, Mensch, und lausche!“

1000 Jahre umspannt - Das anspruchsvolle Programm setzte sich zusammen aus Kompositionen, Improvisationen und Texten aus dem gesamten Zeitraum vom Mittelalter über die Renaissance bis zur Gegenwart. Zum Auftakt erklang einstimmig der liturgischen Gesang „De Sancta Maria“ von Hildegard von Bingen, zu dem Thomas Vester einige unterstützende Einwürfe beisteuerte. Mit dem nachfolgenden, achtstimmigen Satz „O bone Jesu“ von Giovanni da Palestrina, gesetzt für doppelchorigen Gesang, und der Wiedergabe dreier fließender, melodiöser Sätze aus einer Messe von Josquin des Prez, zeigte der auch in extremen Tonlagen wohltuend sauber intonierende Gesamtchor in eindrucksvoller Weise das charakteristische Klangbild der sakralen Vokalmusik des 16. Jahrhunderts auf.

Konzentration gefordert  - Vertieft wurde dieser Eindruck später noch durch die Interpretation der „Missa Gaudeamus“ vom selben Komponisten. Am härtesten gefordert war die Konzentration des Chores – wie auch die der Zuhörer – bei zwei zeitgenössischen, an keine Tonart gebundenen Vokalwerken von Eric Whitacre: „Nox aurumque/Lux aurumque.“ Bei diesen wurden häufig ruhige Grundakkorde durch flimmernde Dissonanzen geheimnisvoll überlagert. Der gregorianische Gesang „Pange lingua“, sicher gestaltet von den Männerstimmen, zeichnete sich durch diszipliniert eingehaltene Strenge aus. Unmittelbar ins Ohr ging der 1943 von Morten Lauridsen komponierte Chorsatz „O Magnum Mysterium“, zu dem Thomas Vester auf seinem Sopransaxophon ideenreich improvisierte. Originellster Konzertbeitrag war die Arie „Summertime“ aus Gershwins Oper „Porgy and Bess“, bei welcher der Saxophonist – über einem vom Publikum gesummten Dreiklang – improvisatorisch fantasierte.

Von der Stille - Zu den anrührendsten Kompositionen zählte die abschließende Bitte um Frieden: „Da pacem Domine“ von Arvo Pärt, gemeinsam gesungen von allen Vokalisten. An geschickt ausgewählten Stellen des Programms las Bernd Paulsen Texte von Meister Eckhart, Helge Burggrabe, Anselm Grün und anderen Autoren. Sie alle machten deutlich, wie sehr Stille die innere Ruhe des Menschen stärkt, seine seelischen Kräfte fördert und dadurch oft zu seinem Glück entscheidend beiträgt. Fazit seiner Lesungen: „Stille ist mehr als die bloße Abwesenheit von Lärm“, wie Pater Anselm Grün bereits formulierte. Sie müsse vielmehr immer wieder neu – in und durch uns – geschaffen werden.

NORDFRIESLAND-TAGEBLATT  am 29. August 2013 (Ulrich Jeß)

 

Weihnachtskonzert 2013

 Chorkonzert in Pauluskirche

"O großes Geheimnis" - ein ungewöhnliches Chorkonzert

Eine musikalische Zeitreise durch die Epochen Barock, Romantik und Gegenwart bot der "Kleine Chor Husum". Und das in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Alt-Spanisch und Latein.

Schleswig. Der "Kleine Chor Husum", ein Ensemble aus 17 singebegeisterten Frauen und Männern trat unter der Leitung von Susanne Böhm in der Pauluskirche auf und gab ein ungewöhnliches Konzert unter dem viel versprechenden Titel "O großes Geheimnis". An der Orgel saß Thomas Hansen, Organist in Leck.

Es erklang weihnachtliche a-capella-Musik mit Werken aus der Barockzeit, der Romantik und der Gegenwart. Das Gesangs-Ensemble erwies sich als geschmeidiger Klangkörper, der in allen Stimmen gut besetzt ist. Im Sopran sticht gelegentlich eine Stimme leicht hervor, die eine besondere Färbung verleiht. In der Höhe kann es auch einmal etwas scharf klingen.

Auffallend ist die Sprachenvielfalt, die den Chor auszeichnet: Deutsch, Englisch, Französisch, Alt-Spanisch, Lateinisch - in allen Sprachen scheinen die Sänger zu Hause zu sein. Interessant war, dass der gleiche Text des lateinischen "O magnum mysterium" (O großes Geheimnis über die Geburt Jesu Christi) von drei unterschiedlichen Komponisten vertont wurde, nämlich von Tomàs Luis de Victoria (1548-1611), Francis Poulenc (1899-1963) und Morten Lauridsen (geb.1943). Der Chor konnte bestens herausarbeiten, welche Akzente die unterschiedlichen Komponisten bei dem gleichen Text gesetzt hatten. Fast wie eine Ballade erklang "The Shepherd`s Carol" von Bob Chilcott (geb. 1955). Die Sänger konnten dramatisch gestalten und ließen einen guten Chorklang hören. Sehr schön geriet auch das Wiegenlied "Schlaf, mein Kindelein" von Max Reger (1873-1916).

Auf der Orgel erklang die Weihnachts-Pastorale op. 4 von Max Birn (1863-1926); eingestreut waren die Weihnachtslieder "Stille Nacht" und "O du fröhliche". Das erlebte man auch bei den beiden Bearbeitungen der Weihnachts-Lieder "In dulci jubilo" und "Gelobet seist du, Jesu Christ" von Dietrich Buxtehude (1637-1707). Die letzte Darbietung war der Friedens- und Segens-Gruß. Insgesamt ein zu Herzen gehendes Konzert.

 SCHLESWIGER NACHRICHTEN (07. Januar 2013 | Von Reimer Pohl)

 

 Friesenanzeiger | November 2012

 FriesenanzeigerFriesenanzeiger

 

 Adventskonzert 2010

SCHLESWIGER NACHRICHTEN

Chorkonzert in intimer Atmosphäre       4. Januar 2011 | Von Reimer Pohl

Der Ort war sehr geschickt gewählt: der Remter des St.-Johannis-Klosters mit seiner intimen Atmosphäre schuf den rechten Rahmenfür die Klänge, die da geboten wurden. Die Rede ist vom Konzert, das der "Kleine Chor Husum" unter der Leitung von Susanne Böhmzusammen mit dem Instrumental-Ensemble "Musica Laetitia" bot. Hauptsächlich erklang Musik von Michael Prätorius (1571-1621) undseinen Zeitgenossen, auch aus Lateinamerika. Das Konzert stand unter dem Motto "Dulce Jesus mio - Vokalmusik im Glanz vonWeihnachten", und die fröhliche Weihnacht glänzte auch in dem Lied "Hanacpachap" (Vaterunser) aus Peru, im Wiegenlied "Xicochi"aus Mexiko und im "Dulce Jesus mio" aus Ost-Bolivien. Der Chor bestand nur aus 13 Sängerinnen und Sängern.

Er begann mit demschwungvollen "Psallite" (Anonymus) für Chor und Instrumente. Gelegentlich stach der Sopran sehr stark hervor, worunter dieEinheitlichkeit des Chorklanges litt. Aber wunderschön kam der herrliche Chorsatz "Es ist ein Ros entsprungen" von Prätorius. DenHymnus "Veni Redemptor gentium" (Nun komm, der Heiden Heiland) vom Samuel Scheidt (1587-1664) führte in der Paraphrase dasBlockflöten-Quartett (Martin Schmitt sowie die Geschwister Johannes, Lars- Philip und Grete Paulsen) aus, das sich - sehr sauberspielend und hervorragend gestaltend - auch in "Ein Kindgeborn zu Bethlehem" (Michael Prätorius und Bartholomäus Gesius)ausgezeichnet hervortat. Auch vom Chor wurde diese "gesungene und gespielte Weihnachtsgeschichte" aufgenommen. Der bekannteSatz "Josef, lieber Josef mein" von Erhard Bodenschatz (1576-1636) wurde vom Chor überzeugend gestaltet. Mit dem Satz "Lasstuns das Kindlein wiegen" von Franz Xaver Murschhauer (1663-1738) erklang ein Wiegenlied aus Bayern; die Zeile "O Jesulein süß"wurde vom "Dulce Jesus mio" fortgeführt. Die Choralvariationen über "Christum wir sollen loben schon" (Gregorianischer Choral ausdem 5. Jahrhundert) interpretierte das Streichquartett (Cornelia Kempf, Markus Pertiet, Bettina Kegler und Asmus Winter) sehreinfühlsam. Streckenweise wurden die Streicher begleitet vom Virginal, eine Art Spinett. Dieses Instrument spielte sehr aufmerksamNancy Sartain.

Sehr interessant war zum Schluss das Weihnachtslied "Vom Himmel hoch, da komm ich her." Alle 15 Strophe wurden gesungen undgespielt, und zwar in den Sätzen der unterschiedlichsten Komponisten, nämlich Caspar Othmayr (1515-1553), Johann HermannSchein (1585-1630), Johann Schelle (1648-1701) und Johann Sebastian Bach (1685-1750).

Für den sehr herzlichen Beifall der knapp 50 Besucher bedankte sich das Gesamt-Ensemble mit dem musikalischen Scherz "We Wishyou a Merry Christmas and a Happy New Year".

 

'Douce Memoire' 2010

Konzert in Süderlügum - NORDFRIESLAND TAGEBLATT

 Konzert SüderlügumKonzert Süderlügum

 

 

 

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